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Robert Bauer
- Haßmersheim -
Druckausgabe der Webseite: www.robert-bauer.eu (Druck: Saturday, 18.09.2021)

Kontinuierliche Verbesserung als Managementtechnik

2.3 Zusammenfassung

Das vorliegende Kapitel 2 beschäftigt sich einerseits mit dem Qualitätsbegriff und andererseits mit dem Menschen als Wissensträger in einer lernenden Organisation.

Qualität wird dabei definiert als Erfüllung von Anforderungen, das heißt als Eignung einer Einheit, angeforderte Merkmale und Eigenschaften zu erfüllen. Der Begriff kann sowohl auf Produkte oder Prozesse als auch auf die Entwicklung neuer, beziehungsweise die Verbesserung bestehender Produkte/Prozesse übertragen werden. Die Anforderungen werden in der Regel von externen oder internen Kunden an das fertige Produkt oder an den vorgelagerten Prozessabschnitt formuliert, sind aber für den Leistungserbringer nicht immer offensichtlich. Gleichzeitig können sie einem ständigen Wandel unterliegen.

Möchte ein Unternehmen Qualität liefern, sollte es darum bemüht sein, die Erfordernisse der Käufer möglichst genau zu analysieren und die eigene Produktion darauf abzustimmen. Gut eignet sich dafür ein Qualitätsmanagementsystem, das von der Firmenleitung unterstützt wird und in die gesamte Ablauf- und Aufbauorganisation der Unternehmung eingebunden ist. Einen möglichen Bezugsrahmen hierfür stellt beispielsweise die Normenreihe ISO 9000 ff dar. In den dort formulierten Grundsätzen spielt stetige Verbesserung explizit eine wichtige Rolle, wobei die konkrete Ausprägung, wie diese umgesetzt werden soll, bewusst offen bleibt.

Für den vorliegenden Text ist die Qualitätsthematik deshalb von großer Bedeutung, weil viele Methoden und Tools der kontinuierlichen Verbesserung, die in den nächsten Kapiteln beschrieben werden, gerade an dieser Stelle ansetzen. Nur in einer qualitätssensiblen Kultur kann sich dieser Optimierungsansatz als Managementtechnik richtig entfalten.

Diese qualitätssensible Kultur wiederum basiert auf einem bestimmten Menschenbild, das im zweiten Teil von Kapitel 2 entwickelt wird. Die lernende Organisation, in der die Mitarbeiter als Wissensträger eine zentrale Rolle einnehmen, steht dort im Mittelpunkt. Im Gegensatz zu früheren Ansätzen (beispielsweise dem Taylorismus) gelingt es ihr, Wissen in Interaktion innerhalb und außerhalb des Unternehmens zu erzeugen, die Mitarbeiter weiter zu entwickeln und die Organisation dadurch dem permanenten Wandel anzupassen. Insbesondere werden Fehlerursachen lokalisiert und nachhaltig über den Lernprozess behoben, indem der Blick des Einzelnen für auftretende Mängel geschärft und gefördert wird. Erst eine solche nach vorne blickende Arbeitsatmosphäre ermöglicht einen Fokus auf Qualität und die kontinuierliche Verbesserung aller Abläufe durch engagiert mitwirkende Mitarbeiter.

 

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