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Robert Bauer
- Haßmersheim -
Druckausgabe der Webseite: www.robert-bauer.eu (Druck: Monday, 17.05.2021)

Kontinuierliche Verbesserung als Managementtechnik

4.4.3 Das EFQM-Modell als Checkliste

Eines der in Europa weit verbreitetsten TQM-Modelle ist das sogenannte EFQM-Modell für Business Excellence, entwickelt Ende der 1980er Jahre. Das dahinterstehende Netzwerk – die European Foundation for Quality Management (EFQM) mit vielen Unternehmen und Organisationen als Mitglieder – beschreibt ihr Konzept folgendermaßen: „Das EFQM-Modell für Excellence ist eine unverbindliche Rahmenstruktur, die aus neun Kriterien besteht. Es kann zur Bewertung des Fortschritts einer Organisation in Richtung Excellence eingesetzt werden. Das Modell berücksichtigt die vielen Vorgehensweisen, mit denen nachhaltige Excellence in allen Leistungsaspekten erzielt werden kann. Es beruht auf folgender Prämisse: Exzellente Ergebnisse im Hinblick auf Leistung, Kunden, Mitarbeiter und Gesellschaft werden durch eine Führung erzielt, die Politik und Strategie mit Hilfe der Mitarbeiter, Partnerschaften und Ressourcen sowie der Prozesse umsetzt“ (EFQM, 2003, S. 5).

Den einzelnen Aspekten dieser Struktur werden in einem bestimmten Rhythmus im Rahmen einer Selbstbewertung seitens des Unternehmens Punktzahlen zugeordnet. Dabei kann man sich an der sogenannten RADAR-Logik orientieren, die in Abbildung 24 wiedergegeben wird. Diese sollen letztlich den Status Quo der Qualität quantifizierbar machen und Trends früh aufzeigen. Sie liefern Hinweise, in wie weit das umfassende Qualitätsmanagement die Prozesse und das gesamte Unternehmen durchdrungen hat. „Durch den Selbstbewertungsprozess lernen die Organisationen ihre Stärken und Verbesserungspotentiale kennen; sie lernen, was ‚Excellence‘ für sie bedeutet, welche Fortschritte sie auf dem Weg zu Excellence bereits gemacht haben, welchen Weg sie noch vor sich haben und wie sie im Vergleich mit anderen abschneiden“ (EFQM, 2003, S. 9). Indem das EFQM-Modell eine einheitliche Rahmenstruktur für die anwendenden Unternehmen vorschlägt, kann die quantifizierte Qualität eines Betriebes relativ einfach im Rahmen eines Benchmarking mit anderen verglichen werden. Darüber hinaus können sich reife Unternehmen, das heißt Unternehmen die eine definierte Mindestpunktzahl nachweisen können, für ihre Excellence auszeichnen lassen. Die EFQM vergibt dafür drei Levels of Excellence (EFQM, 2003, S. 10).

Abbildung

Abbildung 24 – Die RADAR-Methode des EFQM-Modells und die Levels of Excellencefuss87

Im EFQM-Modell werden zwar keine konkreten Vorgehensweisen zur Qualitätsverbesserung vorgegeben, es werden jedoch ganz ähnlich wie in der oben erwähnten Norm ISO 9001 (vgl. Kapitel 2.1.7) acht Grundkonzepte der Excellence (EFQM, 2003, S. 6ff) vorgeschlagen, die die Erreichung umfassender Qualität fördern sollen.

 

Fuss       Fussnoten:

fuss87 in Anlehnung an (EFQM, 2003, S. 5)

 

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