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Robert Bauer
- Haßmersheim -
Druckausgabe der Webseite: www.robert-bauer.eu (Druck: Saturday, 18.09.2021)

Kontinuierliche Verbesserung als Managementtechnik

5.1.2 Verbesserungsaktivitäten auf allen Ebenen

Grundsätzlich wird zwar Kaizen vom Management aus gestartet und unterstützt, aber die eigentlichen Verbesserungsaktivitäten werden in einem Bottum-Up-Vorgehen von den Mitarbeitern jeder Ebene möglichst eigenständig durchgeführt und nach oben kommuniziert (beziehungsweise je nach Erfordernis von Entscheidungsträgern entschieden). Dies führt einerseits zu einer Entlastung der Führungskräfte und andererseits wird Qualität erhöht dort wo sie entsteht: in der operativen Umsetzung der Prozessschritte und damit bei der täglichen Wertschöpfung am Arbeitsplatz. Bei einem systematischen Vorgehen kann die Suche nach Optimierungsmöglichkeiten sowohl von einer einzelnen Person oder auch im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Qualitätszirkeln oder Teamtreffen behandelt werden.

Die Bottom-Up-Methode macht keineswegs unterhalb der Führungsebene halt, konzentriert sich dort aber genauso wie „unten“ auf die eigentlichen Aufgabenbereiche (und nicht vorrangig auf die Kontrolle der Kaizenaktivitäten der Mitarbeiter). „Je höherrangiger ein Manager ist, desto intensiver hat er sich der Verbesserung zu widmen. Ein Arbeiter auf der untersten Hierarchiestufe mag seine Zeit noch mit dem Ausführen von Anweisungen verbringen. Sobald er jedoch mit seiner Arbeit vertrauter ist, beginnt er über Verbesserung nachzudenken und im Rahmen von Einzel- oder Gruppenverbesserungsvorschlägen zur Verbesserung seines eigenen Arbeitsablaufs beizutragen“ (Imai, 1993, S. 27). Treten Hindernisse an den Schnittstellen mit anderen Abteilungen auf, können bei einer intakten innerbetrieblichen Kommunikation auch hierfür im Rahmen bereichsübergreifender Meetings pragmatische Lösungen und Ideen generiert werden (vgl. Abbildung 38 in Kapitel 5.2.3). Solche Treffen können insbesondere eine Just-in-Time-Produktion (vgl. Kapitel 4.1.2) besser funktionieren lassen, wenn die Annahme mangelhafter Zwischenprodukte nicht einfach verweigert wird, sondern gemeinsam mit den (internen oder externen) Lieferanten nach Besserungspotentialen gesucht wird.

 

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