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Robert Bauer
- Haßmersheim -
Druckausgabe der Webseite: www.robert-bauer.eu (Druck: Monday, 17.05.2021)

Kontinuierliche Verbesserung als Managementtechnik

5.2.01 Grundzüge des KVP

Zentrales Element des KVP sind Mitarbeitergruppen, in denen die vielen kleinen Behinderungen, Verschwendungen und Mängel in den einzelnen Tätigkeitsbereichen abgestellt werden sollen, die die Mitarbeiter von ihrer eigentlichen Arbeit abhalten. Ebenso können bereichsübergreifende Störfaktoren und strukturelle Fragen diskutiert und gelöst werden (Witt, 2001, S. 17). Durch die Verankerung dieser Gruppenaktivitäten in einem systematischen und unternehmensweiten Prozess möchte das Management die Personen auf mittleren und unteren Ebenen zu den Hauptakteuren der Optimierungsmaßnahmen machen, weil es in ihnen die meisten Erfahrungen und Wissenssammlungen zu den organisatorischen Schwachstellen am Ort des Geschehens vermutet. „KVP … ist das Führungsinstrument, das möglichst alle Mitarbeiter eines Unternehmens dazu bewegen und befähigen soll, in einem ständigen Bemühen und in Teamarbeit Verbesserungen im alltäglichen Arbeitsprozess zu erarbeiten“ (Witt, 2001, S. 13).

Die grundlegenden Fragestellungen bezüglich eines KVP-Systems sind üblicherweise folgende. Erstens muss geklärt werden, wie sich die Gruppen zusammensetzen, wie sie gebildet werden, wann sie sich treffen und welche Entscheidungsbefugnisse ihnen von der Unternehmensleitung zugestanden werden. Ebenso muss geklärt werden, wie die KVP-Aktivitäten in der Aufbau- und Ablauforganisation des Betriebes verankert sind. Zweitens müssen unter allen auftretenden Problemkategorien im Unternehmen diejenigen ausgewählt werden, die durch KVP-Aktivitäten bearbeitet werden können. Nicht für jede Angelegenheit sind Teamsitzungen die geeignete Herangehensweise. KVP basiert auf einem systematischen Ablauf, daher müssen drittens Regelungen und Verhaltensweisen aufgestellt und kommuniziert werden, wie in den Meetings vorgegangen werden soll. Viertens muss überlegt werden, wie die Personen im Unternehmen bei der Einführung eines KVP über dessen Besonderheiten informiert werden, wie sie für die Teilnahme motiviert werden können und welche Schulungsmaßnahmen man planen sollte, damit die Mitarbeiter den Anforderungen gerecht werden können.

In den folgenden Kapiteln widmen wir uns ausführlich diesen und weiteren Fragestellungen rund um KVP. Viele dieser Aspekte werden bereits in Ansätzen in den vorangegangenen Passagen erörtert (vgl. insbesondere Kapitel 5.1). Aus diesem Grund verlassen wir an dieser Stelle die allgemeine Betrachtungsweise und beschäftigen uns ganz konkret mit dem ViT-System der Karer Consulting als einem umsetzungsorientierten und erprobten KVP-Konzept, an dessen Weiterentwicklung ich im Rahmen meiner Tätigkeit als Diplomand beteiligt bin. Es enthält alle wesentlichen Bestandteile der in der Literatur empfohlenen Säulen eines KVPfuss120 und seine einzelnen Schritte können insbesondere den Phasen des PDCA-Zyklus zugeordnet werden (vgl. Abbildung 59 in Kapitel 6.2). Gleichzeitig wird das ViT-System an der einen oder anderen Stelle um zusätzliche Inhalte ergänzt und erweitert.

 

Fuss       Fussnoten:

fuss120 vgl. zum Beispiel (Witt, 2001, S. 34ff)

 

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In diesem Dokument wird an einigen Stellen die Bezeichnung „ViT: Verbesserungen im Team” verwendet. Dies ist ein für die KARER CONSULTING geschütztes Markenzeichen.