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Robert Bauer
- Haßmersheim -
Druckausgabe der Webseite: www.robert-bauer.eu (Druck: Saturday, 18.09.2021)

Kontinuierliche Verbesserung als Managementtechnik

6.5 Ausblick

Ein Management by Improvement, das die eigenen Visionen klar vor Augen hat und offen ist für eine Verflechtung der Ideen, Verbesserungen und Problembeseitigungen aus allen im PDCA-Zyklus verankerten Methoden, wird seine Ziele erreichen, indem sich die Organisation zu einem schnittstellenübergreifenden und flexiblen Netz vielschichtiger Komponenten entwickelt. Im Rahmen eines sogenannten Big Pictures können alle Managementziele und –aufgaben visualisiert und Verbindungen zu den einzelnen Verbesserungsmethoden hergestellt werden. Die Projektleiter und Führungskräfte der unteren und mittleren Ebenen müssen vom Management dazu aufgefordert werden, die Chancen des adaptiven Problemlösens wahrzunehmen. Dazu erfordert es eine Unternehmenskultur, in der Teamarbeit in cross-funktionalen Gruppen zum täglichen Bestandteil der Arbeit zählt und die einzelnen Methodenverantwortlichen ihre jeweils eigene Verbesserungsmethode durch Verknüpfungen mit den Abläufen anderer Tools ergänzen wollen. So kann beispielsweise im Rahmen einer Verbesserung bestehender Abläufe mittels FMEA die Beseitigung einzelner Fehlerursachen auf der FMEA-Rangliste (vgl. Tabelle 5 in Kapitel 3.4) der ViT-Methodik (zum Beispiel ViTbasic oder ViTSPO) überlassen werden, andere können in einem Six Sigma-Projekt optimiert werden. Zusätzlich lässt sich in ein solches System auch ein betriebliches Vorschlagswesen (BVW) integrieren. Dieses wird in vielen Unternehmen eher stiefmütterlich behandelt, könnte aber im Rahmen eines Managements by Improvement mit neuem Schwung versehen werden, wenn auch die organisatorischen Arbeitsabläufe des Mitarbeiters an seinem Arbeitsplatz mit Verknüpfungen zum PDCA-Zyklus versehen werden.

Die Aufgabe für ein Unternehmen besteht darin, alle vorhandenen Verbesserungsmethoden als klar definierte Prozesse zu modellieren. Insbesondere bedarf der taktische PDCA-Zyklus einer sehr ausgefeilten Konzeption. Entscheidend ist dabei wie bei allen Prozessen, dass es festgelegte Ein- und Ausstiegspunkte gibt, die eine Kombination mehrerer Methoden untereinander über Schnittstellen hinweg ermöglichen und Parallelläufe verhindern. Damit sind saubere Übergänge von einem zum anderen Prozess möglich und in ihrer Gesamtheit tragen sie einen entscheidenden Anteil an einer kontinuierlichen Verbesserung als Managementtechnik.

 

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