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Robert Bauer
- Haßmersheim -
Druckausgabe der Webseite: www.robert-bauer.eu (Druck: Saturday, 18.09.2021)

Der Schein und die Ästhetik der Macht bei Machiavelli und Nietzsche

6 Nietzsche und der Wille zur Macht

Besonders fruchtbar wird Machiavellis Lehre für die Philosophie Friedrich Nietzschesfuss 35. Wo immer dieser in seinem Werk auf Niccolò zu sprechen kommt, tut er es mit geradezu ekstatischer Begeisterung: »Nun wird kein Philosoph darüber in Zweifel sein, was der Typus der Vollkommenheit in der Politik ist; nämlich der Machiavellismus. Aber der Machiavellismus ... ist übermenschlich, göttlich, transzendent, er wird vom Menschen nie erreicht, höchstens gestreift« (M 213). 1888 schreibt er in sein Tagebuch: »Thukydides und, vielleicht, der principe Machiavellis, sind mir selber am meisten verwandt, durch den unbedingten Willen, sich nichts vorzumachen und die Vernunft in der Realität zu sehn, – nicht in der Vernunft, noch weniger in der Moral« (F 1 (viii)).

 

Fuss       Fussnoten:

35 1844 bis 1900. Eine ausführliche Biografie findet man beispielsweise auf friedrichnietzsche.de (vgl. Web-Nietzsche).

 

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