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Robert Bauer
- Haßmersheim -
Druckausgabe der Webseite: www.robert-bauer.eu (Druck: Saturday, 18.09.2021)

Der Schein und die Ästhetik der Macht bei Machiavelli und Nietzsche

6.1 Menschliches

In der Person Nietzsches tritt hier ein Individuum von höchster intellektueller Bildung und ästhetischer Produktivität auf. Aber dieses Individuum ist durch Wissenschaft und Kunst nicht geheilt von dem dunklen Willen zum Leben. In seiner Tiefe wühlt ein leidenschaftlicher Drang nach wilder Tat, nach Machterwerb und Machtentfaltung. Es ist der nervöse Professor, der gern ein wüster Tyrann sein möchte, und der nun hin und her geworfen wird zwischen dem stillen Genuss der höchsten Kulturgüter und jenem geheimen, brennenden Verlangen nach leidenschaftlichem Leben – hin und her geworfen zwischen dem »Dionysischen« und dem »Apollinischen«. Mit diesem Begriffspaar (das ursprünglich von Schelling aufgestellt wurde) bezeichnet Nietzsche in Anlehnung an die griechischen Götter Apollon und Dionysos zwei konkurrierende »Prinzipien der Ästhetik. Apollinisch ist demnach der Traum, der schöne Schein, das Helle, die Vision, die Erhabenheit; dionysisch ist der Rausch, die grausame Enthemmung, das Ausbrechen einer dunklen Urkraft« (Wiki-Nietzsche).

 

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